Ein kleines Wort beschreibt im Grunde alles, was unsere Zeit auf dem Hof am Kolk ausgemacht hat: natürlich. Als wir nach freiwilligem Stop-and-Go (unterwegs gab´s so viel zu gucken!) und unfreiwilliger Reifenpanne am frühen Abend auf´s Hofgelände rollten, wurden wir direkt mit einer Einladung ans Lagerfeuer zu leckerem Stockbrot empfangen. Natürlich - da fühlt man sich doch gleich willkommen.
Gewohnt haben wir dort ebenfalls ganz natürlich:
Seht ihr das Häuschen dort rechts hinter den hohen Bäumen?
Das Naturhaus mit seinen lehmverputzten Wänden aus Strohballen
war für zwei Tage unser Zuhause.
Direkt daneben, hinter dem bunt bemalten Trecker: die Hühnerwiese.
Hier wird man vom Hahnenkrähen geweckt. Natürlich.
Die Zweige des alten Apfelbaums hängen bis auf die Terasse -
köstliche Herbstaussichten.
Ob hier wohl inzwischen auch jemand eingezogen ist?
Drinnen: das Naturhaus ist ein Einraumhaus,
im "Seitenfenster" zur Strohwand spiegelt sich die Umgebung.
Ich steh ja auf Symbolik - und diese Naturspiegelung sagt alles:
ein Raum ist genug, wir sind ja sowieso die ganze Zeit draußen. Natürlich.
Für die Kinder gab es so viel zu tun!
Dem Bauern beim Füttern helfen
oder eine Runde auf dem Trecker mitfahren,
über die Wackelbrücke zur Heuscheune laufen,

um dort stundenlang mit den anderen zu toben,

Kaninchen und Schafe füttern, Blaudruck ausprobieren,
Specksteine bearbeiten und, und, und ...
Und - natürlich - einfach in der Gegend herumstromern.
Hinter der Pferdekoppel führt ein kleiner Pfad
am Wasser entlang bis nach Löningen.
Wollten wir eigentlich nochmal hin,
aber die Bande war nicht vom Hof wegzubekommen.
Wen wundert´s ...?

Tja, wenn der Nachwuchs so gut beschäftigt ist,
dann geh ich eben allein auf Fototour.
Auch gut.
Auf der anderen Seite der Pferdekoppel
geht´s zum Zauberwald.

Ein wirklich zauberhaftes Plätzchen!

Feine Fotomotive finden sich in Massen
zwischen den zu Ferienwohnungen umgebauten Hofgebäuden:
hier stehen die alten "Hölzken" neben dem Eingang.

Dort spiegelt sich der Dachfirst des Haupthauses
in den kleinen Fenstern über der Tür.

Die alte Wasserpumpe lädt zur Erfrischung ein.
Und sogar einen Mustang gibt es!
Der wurde aber Ende März, als wir dort waren,
noch nicht zu Wasser gelassen ...
Das Wasser:
am alten Steinofen vorbei
liegt hinter den Büschen und Bäumen der Kolk.
Der kleine Moorsee ist umgeben von hohen Bäumen,
unter denen man idyllische Plätzchen findet.
Auf so urigen Wegen bin ich ja am liebsten unterwegs.
Wie schön die Sonne auf dem Wasser spielt!
Und während im zeitigen Frühjahr
die ersten Schilfhalme aus dem Wasser ragen,
träum ich mir grad, wie schön es dort wohl im Sommer ist - hach!
Die efeubemantelten Baumriesen scheinen ihn zu bewachen, den Kolk.
In einem Kommentar auf meiner Facebookseite
wurde der Hof als "Familiensehnsuchtsort" bezeichnet.
Passt. Natürlich.
Für uns waren die zwei Tage dort wunderbar,
nur zu kurz.
Wir müssen wiederkommen.
Natürlich.

Nun stiegen wir erstmal auf unsere Räder
und machten uns auf zur nächsten Etappe unserer Tour,
die völlig anders als erwartet weitergehen sollte.
Was man nicht planen kann
und wie man trotzdem gut ans Ziel kommt,
das erzähle ich im nächsten Teil meiner Tourberichte.
diefahrradfrau
#meinNiedersachsen
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