feel so free ...

Freitag, 18. März 2016

Was ich am Radfahren am allermeisten schätze, ist die Freiheit. Das klingt gewaltig - und fühlt sich bisweilen auch so an. Meint aber im Grunde "nur" viele, viele kleine Dinge, die insgesamt dann eben doch etwas Großartiges ausmachen: die kleine-große Fahrrad-Freiheit ...
Die kleine-große Freiheit, in jedem Moment genau das zu tun und da oder dort entlang zu radeln, wie und wo ich eben möchte - auch und gerade in der Stadt. Die Unabhängigkeit von Fahrplänen oder Haltestellen, das Nichtgebundensein an Hauptverkehrswege, das Keinen-Parkplatz-Suchen-Müssen - all das sind Freiheiten, die ich am Radfahren in der Stadt sehr schätze. Wenn dann noch unerwartet ein Stündchen freier Zeit vorhanden ist, treibe ich mich gern auch mal ein bisschen zwischen den Häuserreihen herum. Oder lasse mich treiben - feel so free ...
;)

Neulich. Das Himmelblau über den Dächern der Stadt schrie nach einer gemütlichen Frühlingstour. Mmmh, gemütlich radeln in der Stadt - geht das überhaupt? 




Und wie das geht! Denn auf dem Rad bin ich frei. Ich habe die kleine-große Freiheit, mich nicht in lärmende und zähflüssige Verkehrsströme einfädeln zu müssen, sondern ganz entspannt auf ruhigen Wegen quer durch die Stadt zu rollen:



am Haseufer entlang, wo statt Autolärm das Geschnatter der Enten zu hören ist und die Luft schon ein bisschen nach Frühling riecht ...



... oder durch die gemütlichen Gassen der Altstadt, wo mir nur Fußgänger und andere Radfahrer begegnen.



Achja, und vielleicht ein paar Autos mit Sondergenehmigung ...
;-)


Meine Lieblingsfreiheit: ich überlege mir erst unterwegs, wohin es geht - und erlebe meine Stadt so immer wieder neu. Lasse mich in irgendeine Seitenstraße fallen, kurve um ein paar Hausecken herum, steige vom Rad und schiebe ein Stückchen und finde dabei auf Schritt und Tritt interessante Details.


Klar, dass mir kleine Fahrradszenen ganz besonders auffallen. 


Aber auch ein feines Schattenspiel an Hausfassaden ...


das im Sonnenlicht schimmernde Moos in den Mauerritzen ...


oder die Krähe in den gelb leuchtenden Zweigen fesseln meinen Blick.


Ich lasse mich treiben - und genieße es.
Feel so free ... 


Dieses Freiheitsgefühl nehme ich mit, auch wenn ich mich längst auf den Nachhauseweg gemacht habe: Wer sagt denn, dass ich weiterfahren muss, wenn die Ampel umschaltet? 


Ich rücke zur Seite, freue mich über das Zusammenspiel von Himmelblau und Ampelgrün - und warte auf die nächste Grünphase ...


Bis bald!
diefahrradfrau

Kommentare:

  1. jaa..
    klingt sehr gemütlich ;)
    früher bin ich sehr viel Rad gefahren..
    jeden Tag
    leider hab ich keines mehr und ich weiß nicht ob ich es noch schaffen würde
    liebe Grüße
    Rosi

    AntwortenLöschen
  2. So schöne Worte für die schönste Fortbewegungsart der Welt <3

    AntwortenLöschen
  3. Das hätte von mir sein können.......richtig toll beschrienen!
    Liebe Grüße,
    Lee

    AntwortenLöschen
  4. Was für eine schöne Tour mit dir... Bald bin ich auch wieder so frei, der kaputte Reifen ist gerade repariert ;-). Das Foto von der Ranke im Draht ist großartig. Lieben Gruß Ghislana

    AntwortenLöschen

Vielen Dank für deinen Kommentar!