world wide wheeling - Alanya-Anamur / Türkei

Dienstag, 24. September 2013

die Idee: eine Fahrradtour um die Welt
die Teilnehmer: alle Blogger, die gern dabeisein wollen
das Gepäck: Erfahrungen & Eindrücke rund ums Rad von überallher
die Route: immer offen, bestimmen die Teilnehmer
der Zeitplan: seit Dezember 2012 - solange es uns gefällt
die bisherigen 17 Etappen und 2 Specials könnt ihr hier finden

Hat ein bisschen gedauert, aber nun geht´s weiter mit meinem Reisebericht, zu dem es bereits eine Vorschauden ersten Teil und den zweiten Teil gab. Unterwegs mit dem Auto, aber natürlich auch diesmal wieder mit Blick auf die Fahrräder...


Roadtrip Turkey 2013 - Teil III


"world wide wheeling" - unsere Fahrradtour um die Welt - Alanya-Anamur / Türkei

Nachdem ich Alanya mit gemischten Gefühlen zurück gelassen hatte, war ich zu Beginn der nächsten Etappe doch einigermaßen sicher, dass nun der aufregend-schöne Teil unseres Roadtrips bevorstand: ohne jede Planung, wann und wo die nächste Nacht verbracht werden sollte, einzig mit der Erinnerung an die vor uns liegende Strecke entlang der türkischen Mittelmeerküste, die ich mit ihren unzähligen Kurven schon einige Jahre zuvor als ziemlich abenteuerlich erlebt hatte, und dem Ziel nahe der syrischen Grenze, ließen wir nun das touristische Zentrum der türkischen Riviera hinter uns. Das hatte schon ein bisschen was von Abenteuer... 




...wobei dieses vor der Küste kreuzende Piratenschiff wohl doch eher harmlos und lediglich für einen Schnappschuss im Vorbeifahren interessant war. 
Anstelle einer Bootstour hatte ich mich schon seit Beginn des Urlaubs auf einen ganz besonderen Ort gefreut: Knapp 10 Kilometer hinter Alanya führt eine kleine Straße hinauf in die Ausläufer des Taurusgebirges, vorbei an niedrigen Mauern und vereinzelten Häusern. Entlang dieser Straße schlängelt sich ein kleiner Fluss, der Dim Cayi, der nicht nur von üppig grüner Vegetation sondern auch von vielen, urigen Picknickrestaurants gesäumt ist. Man kann dort direkt am oder auch im Wasser die Köstlichkeiten der türkischen Küche genießen, zwischendurch auch mal ne Runde schwimmen und so ganz nebenbei komplett die Zeit vergessen - einfach wunderschön!


  

Auf dem Rückweg zur Küstenstraße entstanden zwei Bilder voller Gegensätze:

Rollerfahrer (Touristen) und Dorfbewohner

Transportfahrrad - der alte Mann sammelte Plastikmüll vom Straßenrand... 
Und dann ging´s weiter Richtung Osten. Während hinter uns die Sonne langsam hinter den Bergen verschwand...



...erreichten wir bald ganz verlassene Gegenden, wo es nur hin und wieder einen aus Brettern und Plane bestehenden Verkaufsstand gab, an dem Mais oder Bananen angeboten wurden.



Auf dem Weg nach Kap Anamur sieht man Bananenstauden soweit man gucken kann. Jedes noch so kleine Stückchen Erde zwischen den Felswänden und an der steilen Küste wird von den riesigen Blättern beherrscht.



Fahrräder? Fehlanzeige! Aus gutem Grund: an der kurvenreichen Strecke gibt es immer wieder unglaublich enge Abschnitte sogar ohne Leitplanken und Seitenbefestigung... - stattdessen aber wunderschöne Aussichten.



Und dann: Kap Anamur. Der internationale Tourismus scheint hier noch nicht angekommen zu sein, alles wirkt ein wenig verschlafen, manches etwas improvisiert und irgendwie urtümlich...




Fahrräder? Ja! Die Angler am Pier sind ebenso mit dem Fahrrad dort...



...wie einige Kinder, die an der Strandpromenade herumkurven. In der Mittagshitze deuten nur die bereitstehenden Verkaufsstände darauf hin, dass dies eine beliebte Flaniermeile ist, die sich jeden Abend mit Leben füllt. In den Straßencafes und Gartenlokalen herrscht dann so eine gemütliche Atmosphäre, das man sich dort einfach wohlfühlen muss.


Wer weiß, wie lange es dort noch so idyllisch sein wird: der etwa 80 Kilometer entfernte Flughafen in Gazipasa soll für den internationalen Flugverkehr ausgebaut werden... 


Von Kap Anamur ging unsere Tour dann weiter Richtung Osten, aber dazu mehr im nächsten Teil meines Reiseberichts...


***

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Noch Fragen? Dann guckt mal hier!


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Bis bald!
diefahrradfrau

Kommentare:

  1. Ach siehste mal....mir war gar nicht klar das Kap Anamur in der Türkei liegt. Danke für die Aufklärung. Und ja, ich habe tatsächlich nach Fahrrädern Ausschau gehalten, aber reicht Dir ein Bild? Ansonsten bin ich im Oktober nochmal und länger unterwegs und hoffe auf mehr Fotos. GlG, Nadine

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  2. Ohh schöne Eindrücke :)
    Liebe Grüße, eventuell bastel' ich dir auch mal einen Fahrrad-Post.

    :)

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  3. ich habe mich über den Reisebericht wieder sehr gefreut. Hat wieder Spaß gemacht zu lesen und die Bilder zu sehen :-)

    lieber Gruß von Heidi-Trollspecht

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  4. Das war ja ein richtiges türkisches Radl-Abenteuer, liebe Christiane! Einfach unglaublich welche Einblicke eine Tour auf dem Fahrrad ermöglicht und die Fotos sind einfach gigantisch gut geworden <3 Ich war selber noch nie in der Türkei, aber dank Deiner realistischen Berichte und der überraschenden Perspektiven habe ich jetzt direkt eine solche Vorstellung von der Türkei, dass ich fast meine, den Geruch dort riechen zu können ...

    Danke :)

    Alles Liebe von Rena aus Bayern

    www.dressedwithsoul.blogspot.de

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  5. Oooh, endlich gehts weiter mit deinem tollen Urlaubsbericht!

    Stehen da echt Tische + Stühle im Wasser auf dem dritten Bild? Ist bestimmt schön erfrischend, wenn man bei der Hitze die Füße drin baumeln lassen kann. :) Ganz besonders schön sind auch die ganzen Sonnenuntergangs-Fotos. Hach, da will ich auch hin. Jetzt sofort am besten.

    Liebe Grüße,
    Jenni

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  6. Liebe Christiane
    Uiiii.... das hört sich sehr spannend an! Danke für die tollen Eindrücke.
    Eine glückliche und sonnige Restwoche wünscht Dir Yvonne

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  7. Liebe Christiane, vielen Dank für weitere Einblicke in meine alte Heimat. Bei den Tischen und Stühlen im Wasser mußte ich echt lachen. So sind wir: praktisch veranlagt ;-).

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  8. Wow, du hast ja auch tolle Bilder mitgebracht! Genau wie du war ich auch am Dim Cayi und war ganz begeistert, auch wenn das Wasser im Vergleich zum Mittelmeer fuuurchtbar kalt war;)
    Liebe Grüße
    Julia

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