Upcycling der Woche: Klicker

Dienstag, 24. März 2015

Hier wird ja allerhand Krimskrams gesammelt, oft auch ohne genaue Vorstellung, was mal draus werden soll. "Kann man vielleicht noch brauchen" und "zu schade zum Wegwerfen" sind beliebte Argumente, wenn´s darum geht, vermeintlich unnützes Zeugs auch in größeren Mengen aufzuheben und auf eine Idee zur Wiederverwertung zu warten. Sowas kann dauern.
Das Schraubglas mit den über Jahre gesammelten Clipverschlüssen war schon lange voll -  eine wirklich passende Idee gab´s nicht. Bis es gestern endlich "klick!" machte. Und das Klicken nimmt jetzt erstmal kein Ende ...



Kennt ihr die bunten Dinger, 
die man auf die Speichen drückt und die beim Fahren leise klicken?


Clipverschlüsse eignen sich hervorragend als Speichenklicker!


Schön bunt klickert´s nun vor sich hin.


Dem Nachwuchs gefällt´s.
Und ich frag mich mal wieder, 
wieso mir das nicht früher eingefallen ist.
Tzz.


Bis bald!
diefahrradfrau

Was hat der Fisch mit dem Fahrrad zu tun?

Sonntag, 22. März 2015

Nein, jetzt werde ich keine skurrile Geschichte mit lustigen Pointen erzählen, wie das die Überschrift vielleicht vermuten lässt. Ich werde von einer Reise um die Erde erzählen, auf der es unter anderem um die Beantwortung der scheinbar unsinnigen Frage geht, was der Fisch mit dem Fahrrad zu tun hat. Lustig ist das erstmal gar nicht, aber spannend. - Kommt ihr mit?

Start und Ziel unserer Reise: Das Klimahaus in Bremerhaven. 



Von dort geht es einmal rund um die Erdkugel,
 immer auf dem 8. östlichen Längengrad.



Hinauf ins Hochgebirge der Schweizer Alpen - Steinschlag inklusive,
hinunter in die Käferperspektive, aus der eine weggeworfene Getränkedose ganz neue Dimensionen annimmt,
hinaus in die trockene Hitze Afrikas und von dort ins Packeis der Antarktis.



Es ist eine spannende Reise, 
auf der wir die Klimazonen der Erde hautnah erleben,
immer wieder ins Staunen geraten 
und ganz real die Folgen des Klimawandels sehen und spüren.

Und mittendrin das hier:



Ein Meer aus Plastikmüll, aus dem eine Walfluke ragt -
als Hinweis auf das Projekt Ocean Plastic, 
das im Bereich "Chancen" des Klimahauses zu sehen ist.
Studenten der Hochschule Magdeburg haben sich Gedanken gemacht,
was mit all dem Kunststoffmüll geschehen kann,
der in Meeren und Flüssen treibt. 
Sie haben Plastikmüll aus verschiedenen Gewässern gesammelt,
sortiert, zerkleinert und experimentiert
und wirklich interessante Produkte entworfen.




Und damit wären wir beim Fisch,
der hier in Form eines Flaschenöffners daherkommt.

 
Man beachte die Symbolik,
die sich übrigens durch alle Projektergebnisse zieht:



"walk & talk" - der Schuhabsatz mit Botschaft,
Schmuck aus Plastik-"Perlen"
und das Brillengestell "ocean specs" - 
Beispiele, wie Plastikmüll und Mode zusammengehen können.



"watercup", der Barhocker mit Plastikschraubdeckeln in der Sitzfläche,
und die Tischuhr "Fusion" sind weitere gelungene Produkte.

Mein absoluter Favorit jedoch ist das hier:



Plastikmüll am Rad - wie cool sieht das denn bitte aus?!



Schutzbleche, Kettenschutz und Pedale an diesem alten Klapprad
sind aus geschmolzenem Kunststoffmüll.
Erinnert ein bisschen an Bügelperlen
und macht sich total super an dem Nostalgieschätzchen.




Da muss ich einfach noch ein paar Detailaufnahmen zeigen!



Die Verbindung zwischen Fisch und Fahrrad wäre damit schließlich auch geklärt:
 Plastikmüll macht sich besser am Rad als bei den Fischen.   


*

Etwas off topic, aber ein Bild noch, 
weil der alte Waggon da grad so schön am Klimahaus stand:




Bis bald!
diefahrradfrau
Vielen Dank an das Klimahaus Bremerhaven für die Einladung!

rumspringen

Donnerstag, 19. März 2015

"Guck mal, da vorn ist ein Feld. Da wollen wir hin!" -
"Aah, und was wollt ihr da machen?" (Anm. d. Red.: Blöde Frage.) -
"Rumspringen!"



So einfach ist das mit den Frühlingsgefühlen. 
Und besser kann man´s wohl nicht in Worte fassen, 
was hier die letzten Tage ausgemacht hat: 
eine unbändige Lust auf Draußen. 
Auf Rumspringen und Vor-Freude-Jauchzen, 
auf Licht und Farben und Lebensfreude. 
Und natürlich auf´s Radfahren.



Unterwegs gab´s dann auch reichlich Gelegenheit zur Frühlingsfreude, 
nicht nur am oben erwähnten Feld ...




...sondern auch rund um einen kleinen See,
den wir als neuen Lieblingsplatz entdeckt haben.


Mit Gräben drumrum zum Drüberspringen
und Kieselsteinchen zum Übers-Wasser-Titschern.


Wo es auf den ersten Blick noch recht farblos wirkt,
drängt sich in Ufernähe schon winziggelb der Frühling 
durch die vom Herbst liegengebliebenen Blätter.


Hach, es lenzt so schön!


Ein Stückchen weiter:
ein kleines, lichtdurchflutetes Wäldchen.


Kaum waren die Räder abgestellt, 
war die Bande zwischen den Bäumen verschwunden ... 


...und ich konnt mich kaum sattgucken an den wunderschönen Lichtspielen dort.



Frühling.
<3

Und weil ich davon nicht genug bekommen kann,
bleibe ich auch beim Upcycling der Woche im Frühlingsmodus:



die zarten Blütenzweige von unterwegs
stecken in einer alten Blechdose ...



... mit Blümchenfahrrad!
Neulich hier gesehen und ganz einfach nachgemacht -
supereasy!



Auch dem Dino gefällt´s -



und ich mag sogar die Beulen an der Dosenrückseite.
;)

Bis bald!
diefahrradfrau
Geteilt mit Upcycling-Dienstag, Scharlys Kopfkino, RUMS und a round tuit.
Außerdem geht´s rüber zu machen, nicht pinnen und zum Friday Flowerday.
Ganz viel Frühling gibt´s auch bei Lotta.