so weit, so gut: Allwetterglück

Freitag, 20. Mai 2016

Ein Bauernhof umgeben von Feldern, Wiesen und Wallhecken, ein bunter Radwegweiser an der Hofeinfahrt, drumherum die Weite des Emslands, durchzogen von vielen wunderschönen Fahrradstrecken - beste Voraussetzungen für ein paar richtig schöne Radeltage, genau so hatten wir uns das vorgestellt! Von hier aus wollten wir im Frühjahr das Hasetal erkunden, jeden Tag eine andere Richtung einschlagen und schauen, wohin uns der Radweg führen würde ... 



Aber dann kam das Aprilwetter, machte sich mit dunklen Wolkenbergen über uns breit und zog alle Register, um uns die ersten Tage so richtig zu verhageln. 



An längere Radtouren war überhaupt nicht zu denken! - Pech gehabt? Nö, wir hatten richtig Glück! Denn unser Quartier lag nicht nur ideal, um von dort per Rad in alle Himmelsrichtungen zu starten, sondern bot auch sonst alles, um eine spannende-entspannte Zeit zu verbringen. Schietwetter? Egal!



Besonders die Kinder genossen das Allwetterglück: Bauernhoftage sind Draußentage, so oder so. Rennen, toben, spielen, entdecken - auf dem Hofgelände boten sich tausend Möglichkeiten ...






Selten, dass nicht wenigstens ein Paar Schuhe vor dem Trampolin im Gras lag.  


Wo sich Kinder jeden Alters wie von selbst zusammentun, von früh morgens bis zum Dunkelwerden draußen sind, wo selbst die "großen" Kinder beim Sandburgenbauen helfen, da braucht es kein Programm - der Bande fällt immer irgendwas ein. 



Und wenn auf dem Hof kein Kind zu sehen war, konnte man die Meute in der Spielscheune finden, wo Kicker- und Tischtennisturniere ausgetragen und Pläne für die Schnitzeljagd besprochen wurden.



Besonders schön: auf dem Ferienhof Niemann genießen Kinder nicht nur viele Freiheiten, sondern dürfen auch Verantwortung übernehmen.



Untereinander wurde geregelt, wer mit Pollux und Kastor auf Hunderunde geht - ganz gleich, ob es grad zu regnen begann ... 



... oder die Sonne zwischen den Wolken hervorlugte.



Nach den Hühnern sehen, das Pony versorgen oder die Katze mit Streicheleinheiten verwöhnen - all diese "Aufgaben" übernahmen die Kinder nur zu gern.



Die Fahrräder wurden nur ab und zu bewegt, meistens standen sie neben der Spielscheune und warteten (auf besseres Wetter?).  



Höhepunkt eines jeden Ferienhoftages: der Ausritt mit Pony Feli. Alle helfen beim Striegeln, alle gehen mit und jedes Kind darf mal in den Sattel - manchmal sogar zwei. 



Spannende Zeiten für die Kinder, entspannte Zeiten für mich:


Rund um Haus und Hof fand ich ein paar feine Plätzchen. Hach, ich male mir grad aus, wie üppig es im Bauerngarten inzwischen wächst und blüht und duftet ...



Aber auch im Frühjahr konnte ich ein paar feine Details entdecken - man muss nur genau hinsehen.


Natürlich war ich auch mit dem Rad unterwegs: Immer wieder zwischendurch drehte ich in den Regenpausen ein paar Runden - meistens ganz allein, weil die Kinder viel zu beschäftigt waren.



Auch mal nett, nur mit mir selbst auf einsamen Wegen herumzuradeln ...



... und die Weite und Ruhe des Emslands zu spüren. 


Allwetterglück - ganz großes Himmelskino inklusive!


Noch ein Highlight: als am dritten Tag der Himmel etwas aufklarte, lud uns Bauer Niemann zur Planwagenfahrt ein.



Zwischen Wind und Hochwasser ging es in abgelegene Gebiete. Zu gern wären wir dort mit unseren Rädern hingefahren ...



... aber all der Regen hatte die Wege an vielen Stellen in eine Matschpiste verwandelt und wir wären wohl irgendwo auf der Strecke stecken geblieben.



So gelangten wir ganz gemütlich im Planwagen zum Biberturm. (Der stand immerhin seit dem letzten Jahr auf unserem Zettel ...) 



Ihr hättet mal sehen sollen, wie schnell die Meute da oben war!



Die Aussicht ist aber auch wirklich beeindruckend ...



... und mit ein bisschen Glück (und weniger Getöse beim Turmbesteigen) kann man von dort oben tatsächlich die Biber beim Burgenbau beobachten.



Vielleicht beim nächsten Mal, denn ganz sicher werden wir wiederkommen. Schließlich gibt es im Hasetal noch viel mehr zu entdecken und zu er-fahren.



Ach, und am letzten Tag war es dann doch noch einmal richtig schön und wir konnten endlich mit den Rädern auf Tour - hurra! Wo es hin ging und was wir gesehen haben, erzähle ich im nächsten Teil meines Reiseberichts ...




Hier geht´s übrigens zum ersten Teil der Berichte:
so weit, so gut: im Fahrradies



 
Bis bald!
diefahrradfrau

Upcycling: Lenkervase

Freitag, 13. Mai 2016

Klein aber fein - und fast so schnell gemacht, wie du "Fahrradschrott-Upcycling" sagen kannst:



eine Minivase für den Fahrradlenker



Material:
ein alter Lenkergriff und eine Fahrradspeiche




Griff wird Vase,
Speiche wird Vasenhalter,
Blümchen rein - fertig!



Passt an jeden Fahrradlenker ...


... und duftet unterwegs grad so wunderbar nach Mai!





Bis bald!
diefahrradfrau

geteilt mit: einfach.nachhaltig.besser.leben., Upcycling im Mai, a new life, a round tuit und Friday Flowerday

Stock und Stein und ganz viel Frühling

Dienstag, 10. Mai 2016

Dass wir am allerliebsten auf etwas abgelegenen Wegen herumradeln, hab ich hier schon oft erwähnt. Dort, wo es weder Autos noch Ampelkreuzungen noch sonstwas mehr oder weniger Gefährliches gibt, lässt es sich eben am entspanntesten radfahren - besonders mit Kindern. Abenteuerliches ergibt sich unterwegs trotzdem immer wieder - und diesmal spreche ich nicht nur von wilden Wettfahrten, Kletterbäumen am Wegrand, in Radelpausen aus Stöcken gebauten Staudämmen oder anderen Draußenspielen ...



Die Wege, auf denen wir in den letzten Wochen dem Frühling entgegen geradelt sind, waren oft gar keine "echten" Radwege: Schmale Pfade, Holperstrecken oder ganz einfach Wege, die aus irgendeinem Grund unsere Neugier weckten, haben es uns in letzter Zeit besonders angetan - spannende Er-fahrungen inklusive!
Meistens sind es die Kinder, die solche Wege entdecken: "Wo geht´s denn da hin?" - "Wollen wir hinter der Wiese abbiegen?" - "Los, wir fahren in den Wald rein!" - Und zack, schon geht es über Stock und Stein und was da sonst noch so rumliegt. Dann kann ich bloß noch sehen, dass ich hinterher komme! Mach ich aber gern, denn wenn ich meine Scouts so vorausdüsen sehe, erinnere ich mich oft an meine eigene Fahrradkindheit ...



Niemals hätte ich an einem solchen Wald einfach vorbeifahren können!



Und auf meine Kinder üben Baumwurzelwege sogar eine ganz besondere Anziehungskraft aus - wo könnte man besser wilde Stunts ausprobieren?



Irgendwann werden die Räder abgestellt und die Bande verschwindet zwischen den Bäumen ...



Zeit für mich und meine Kamera, auch gut! 



Zwischen Bäumen und Wurzeln gibt´s immer was zum Fotografieren. 



Unsere Räder warten brav, bis es weitergeht. Seht ihr sie noch, ganz hinten zwischen den Bäumen?



Neben Waldfahrten bei uns ebenfalls sehr beliebt: Sport- und Spielplätze. Besonders solche, auf denen es große Sandflächen gibt.



Fragt mich nicht, wie die Jungs darauf gekommen sind! Es sieht irre anstrengend aus, wenn sie sich mit ihren Rädern durch den Sand quälen - aber sie haben Riesenspaß dabei.



Und weiter geht´s unter allerschönstem Frühlingshimmel ... 



vorbei an kleinen, feinen Wegfunden ...



hin zu der mit Gänseblümchen übersäten Wiese ...



...auf der wir unsere Räder abstellen, uns ins Gras fallen lassen und einfach nur in die Wolken gucken.



So geht Frühling.



<3

Bis bald!
diefahrradfrau